Das virtuelle Theaterstück: TKKG - Gefangen in der Vergangenheit

JTB setzt den digitalen Spielplan fort und baut digitale Kursangebote aus

Der im Dezember begonnene digitale Spielplan des JTB hat sich in der Adventszeit und an den Feiertagen großer Beliebtheit erfreut. Dieses Angebot wird daher jetzt fortgesetzt und erweitert. Ab 22. Januar spielt das JTB an jedem Wochenende - zunächst bis Anfang März - vier oder fünf gestreamte Vorstellungen. 

Das erste virtuelle Theaterstück des JTB, TKKG - Gefangen in der Vergangenheit, das Anfang September sehr erfolgreich uraufgeführt wurde, wird jetzt wieder in den digitalen Spielplan aufgenommen. Das Stück erzählt einen spannenden Kriminalfall, in dem der junge Ludwig van Beethoven eine zentrale Rolle spielt, den das berühmte Ermittlerquartett TKKG in der virtuellen Welt eines Online-Rollenspiels lösen muss. 

Das Stück

Tim, Karl, Klößchen und Gaby geraten in einen Kriminalfall, der sie zu einer virtuellen Zeitreise zwingt. Zugleich erzählt die in Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus dem Nachwuchsensemble des JTB entwickelte Geschichte auch viel über die Ängste, Sorgen und Hoffnungen, die junge Menschen während der Corona-Krise im Frühjahr 2020 empfinden. Im Mittelpunkt des Falles steht das Phänomen der Realitätsflucht in eine virtuelle Spiel-Welt, in ein künstliches Doppelleben, in dem Avatare mit ihren Schöpfern verschmelzen und die Grenzen zwischen realer und phantasierter Welt sich auflösen – eine durch die Corona-Krise noch verstärkte Tendenz, die aber bereits Michael Ende in seinem legendären Roman 'Die unendliche Geschichte' aufgegriffen hat.

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Spielzeit

Alle Vorstellungen können auf jedem Endgrät mit Internetverbindung geschaut werden. Ein Ticket für ein Endgerät kostet 7,95 Euro. Zuschauer, die das JTB darüber hinaus finanziell unterstützen möchten, können Tickets mit einem Aufschlag von 5,- oder 10,- Euro buchen. Bis zu 100 Zuschauer können pro Vorstellung das Geschehen vor Ort im Telekom-Forum mitverfolgen, und bis zu 500 virtuelle Zugänge sind möglich.

Zu den Karten und Tickets für den Online Stream beim Jungen Theater Bonn geht es hier lang.

Info

Erste Virtual - Theater-Produktion des Jungen Theaters Bonn, für Zuschauer ab 10 Jahren
Inszenierung von Moritz Seibert
Dauer ca. 75 Minuten (plus Making Of ca. 10 Minuten im Anschluss)

Titelmotiv

Pressekonferenz © JTB

Einblick hinter die Kulissen

Die letzten Feinschliffe © JTB

Eine Theaterprobe mal anders

Eine Probe mal anders! © JTB

Gaunerjagd in der virtuellen Welt

Sommer 2020 - das Corona-Virus hat die TKKG-Stadt fest im Griff. Tim, Karl, Klößchen und Gaby, die beliebten Nachwuchsdetektive, sitzen seit Wochen in ihren Wohnungen fest, zu Tode gelangweilt und zum Zerreißen gespannt - und haben nur noch über Videochats Kontakt zueinander. Doch heute ist plötzlich alles anders: Yannic, ein Freund von Karl, wendet sich hilfesuchend an sie: Er wurde in einem Online-Strategiespiel ausgeplündert, der Betrüger hat ihm virtuelles Gold gestohlen, das aber auch im echten Leben einen sehr hohen Wert hatte.

Yannic ist völlig verzweifelt, und die vier Nachwuchsdetektive sind wie elektrisiert von der Vorstellung, trotz der Ausgangssperre einen richtigen Fall übernehmen zu können. Also beschließen TKKG, Yannic in die virtuelle Welt des Spiels zu folgen und dort nach dem Gauner zu fahnden, der ihm sein Gold gestohlen hat. Karl und Klößchen spielen gelegentlich ähnliche Spiele, aber für Tim und Gabi eröffnet das eine völlig neue Welt. Nie hätten sie geahnt, wie detailreich und lebensecht diese virtuelle Welt ist.

Mit ihren auf die Schnelle angelegten Avataren folgen sie Yannic in das Zentrum des Ortes, der sich als die Residenzstadt Bonn gegen Ende des 18. Jahrhunderts herausstellt. Yannic mahnt die vier zur Eile und will sie zu dem Ort führen, an dem der Räuber ihm sein Gold geraubt hat. Aber dann begegnen sie einem Avatar in Gestalt eines 15- oder 16-jährigen Jungen, der von sich behauptet, der junge Ludwig van Beethoven zu sein – allerdings ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass aus ihm einmal der berühmteste Komponist der Welt werden soll. Als würde dieser Avatar nicht von einem Menschen gespielt werden…

Der Fall wird bald immer mysteriöser. Wer auch immer diesen Ludwig-Avatar spielte, er scheint mit dem Täter unter einer Decke stecken, wenn er nicht sogar selbst der Täter ist…

Partner

Im Zusammenarbeit mit Sony Music Entertainment und mit TimeRide, mit Unterstützung der Deutschen Telekom, einer Förderung der Beethoven Jubliäums GmbH und der fachlichen Beratung durch das Beethoven-Haus Bonn wird der Fall exklusiv entwickelt und als digitales Live-Erlebnis produziert, das wie ein Theaterstück an mehreren Terminen jeweils nur für eine begrenzte Anzahl Zuschauer zugänglich ist, die dafür ‚Eintrittskarten‘ erworben haben.

Die Schauspieler sind während der Proben und der Aufführungen genau wie die Figuren in der Geschichte untereinander nur über Videokonferenztechnik in Kontakt, während die Zuschauer das Stück an jedem ans Internet angeschlossenen PC verfolgen können. Sofern es bis zu den Aufführungen gestattet ist, kann eine begrenzte Anzahl Zuschauer die Entstehung auch live im Telekom-Forum mitverfolgen.

Beethoven Jahr

Der Fall selbst steht ganz im Zeichen von Beethovens 250. Geburtstag und führt die jugendlichen Ermittler ebenso wie das Publikum in das virtuell rekonstruierte Bonn des Jahres 1786, wo Beethoven als 15jähriger Junge lebt, als Musiker in der Hofkapelle den Unterhalt für seine Familie verdient und davon träumt, gegen alle Widerstände ein großer Komponist zu werden.

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